Das Formgebungsverfahren Extrusion

Die plastische Formgebung (Extrusion) gilt als ältestes der drei genannten Verfahren in der Keramik. Hier liegt der Feuchtegehalt der Ausgangsmasse bei rund 15 % bis 25 %.

Geformt wird sowohl mit Kolbenstrangpressen als auch mit Vakuumschneckenpressen. Die dazu erforderliche Plastizität der Ausgangsmasse sichern vorgeschaltete, so genannte Kneter. Ihre Funktion: homogenisieren, entgasen und bei Bedarf auch mit geeigneten organischen Hilfsstoffen durchmischen.

Die Technik bietet zwei bewährte Möglichkeiten: Horizontales und vertikales Extrudieren

Mit dem Extrusionsverfahren lassen sich besonders gut rotationssymmetrische Teile wie Achsen oder Rohre herstellen. Aber auch kompliziertere Profile sind bei entsprechender Mundstücksauslegung machbar. Die herzustellenden Längen der Stränge hängen im Wesentlichen von der Neigung der Arbeitsmasse zum Verzug ab. Diesem lässt sich durch geeignete Verfahrenstechnik beim Trockenprozess oder entsprechende Auswahl der organischen Hilfsstoffe bei unplastischen Massen entgegenwirken.

extrusion