Thermische Behandlung der keramischen Bauteile

Die thermische Behandlung umfasst die Stufen „Ausheizen“ und „Sintern“. Beide werden durchgängig dokumentiert.

Beim Ausheizen (auch Entbindern bzw. Verglühen) der Formlinge herrschen Temperaturen bis zu 1.100 Grad. Ziel ist es, die in den Arbeitsmassen enthaltenen organischen Binder möglichst schonend zu entfernen. Zudem lassen sich dabei Festigkeit und Kantenstabilität erhöhen. Hierfür stehen 6 Öfen zur Verfügung.

Beim Sintern liegt die Arbeitstemperatur zwischen 1.200 und 1.750 Grad Celsius. In diesem, dem Ausheizen folgenden Fertigungsschritt findet die Sinterung der Formteile zu Keramik statt. In unserem Werk stehen dazu derzeit 8 gasbefeuerte Kammeröfen für das Brennen von Silikatkeramik zur Verfügung. Alle mit automatisiertem Ablauf - vom Befüllen bis zur Entnahme.

Besonderes Augenmerk bei der thermischen Behandlung gilt:

  • der Temperaturgenauigkeit
  • der konstanten Ofenatmosphäre
  • qualitativ hochwertigen Brennhilfsmittel

Für spezielle Keramik, z. B. Aluminiumoxid, stehen insgesamt 4 Hochtemperaturöfen bis 1.750 Grad bereit.

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